Im Kino:
NAZA
(Dokumentarfilm, 80 min, 2026)
“In geheimen nächtlichen Gesprächen auf den Dächern von Tel Aviv legen jene Menschen, die sie konzipiert und betrieben haben, die Systeme offen, die hinter Israels gezielter massenhafter Tötung palästinensischer Zivilisten im Gazastreifen stehen. Nach dem Oscar-Erfolg von NO OTHER LAND kehren Yuval Abraham und Rachel Szor mit einem neuen, hochaktuellen Dokumentarfilm zurück: NAZA feierte am 10. September seine Weltpremiere im Wettbewerb der 83. Internationalen Filmfestspiele von Venedig und wurde dort mit 25-minütigen Standing Ovations aufgenommen.
Über drei Jahre hinweg sprachen Abraham und Szor mit Angehörigen des israelischen Militärs und der Geheimdienste. 24 israelische Geheimdienstoffiziere und Soldaten kommen im Film anonymisiert zu Wort; ihre Stimmen und ihr Erscheinungsbild wurden digital verfremdet. Ihre Aussagen bilden die Grundlage für eine Untersuchung der militärischen Strukturen, Entscheidungsprozesse und Technologien hinter Israels Kriegführung in Gaza.”
Quelle: immergutefilme.de
Im Kino:
Hiddensee
(Dokumentarfilm, 119 min, 2026)
“Hiddensee, ein nur 17 Kilometer langer Streifen Land in der Ostsee, geliebt als Sehnsuchtsort der Freiheit. Sonnenanbeter, Nacktbader, Künstler, Punks und Prominente strömen seit jeher in Scharen auf die Insel. Der Dokumentarfilm reist durch ein ganzes Jahrhundert bis in die goldenen 1920er zurück, als die intellektuelle Avantgarde hier zu Hause ist – wie Stummfilmstar Asta Nielsen oder Literatur-Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann. Damals wie heute ist Hiddensee gezeichnet von politischen Verwerfungen, die sich im ganzen Land abspielen. Deutschland im Miniaturformat. Mehrere Erzählstränge, verschränkt über Zeiten und Generationen, führen schließlich zu den sich unaufhörlich zuspitzenden Spannungen der Gegenwart.
In hypnotisch schönen Schwarz-Weiß-Bildern verwebt die preisgekrönte Regisseurin Annekatrin Hendel Landschaft, Geschichte und Schicksale zu einem faszinierenden Porträt und blickt wie durch ein Brennglas auf Bewegungen, die weit über die legendäre Ostseeinsel hinausreichen. HIDDENSEE ist ein gleichsam poetisches wie beunruhigendes Kinoerlebnis voller visueller und erzählerischer Kraft.”
Quelle: https://weltkino.de
Petra Kelly - Act Now!
(90 min, 2024, ARD)
“Petra Kelly glaubte daran, dass ein einzelner Mensch die Welt verändern kann – und lebte es kompromisslos vor. In den 1980er Jahren wurde sie zur Ikone der Friedens- und Umweltbewegung, trieb Proteste gegen Atomkraft und Atomraketen an und forderte eine radikale gesellschaftliche Transformation: eine blockfreie Welt ohne Waffen, Frieden mit der Natur. In den USA politisch sozialisiert, geprägt von Vietnamkrieg-Protesten, Bürgerrechtsbewegung und zivilen Ungehorsam, zog sie 1983 für die Grünen in den Bundestag ein. Sie unterstützte die DDR-Bürgerrechtsbewegung, stellte sich Honecker entgegen – und endete mit nur 44 Jahren in einer Tragödie: erschossen von ihrem Partner Gert Bastian. Mit seltenem Archivmaterial und Stimmen von Wegbegleitern zeichnet der Film das Porträt einer sensiblen, unbeirrbaren Frau – ausgezeichnet 2025 mit dem Deutschen Filmpreis (LOLA) als bester Dokumentarfilm und mit dem Grimme Preis 2026 in der Kategorie "Information & Kultur".” (Text rbb)
Bis zum 29. Oktober 2026 in der ARD-Mediathek.
Dark Eden
Der Alptraum vom Erdöl
Das Öl, der Mensch und das Überleben. Gier, Unvernunft, Existenzangst?
Im Streben nach immer mehr Profit löschen wir uns selber aus. Selten hat ein Dokumentarfilm dies eindringlicher festgehalten. Der Film ist sicher keine Abendunterhaltung bei Knabbergebäck und Chips. Er ist vor allem eines: eindringlich und gnadenlos subjektiv. Und deshalb so gut. Bis an die Schmerzgrenze heran.
Wer Dokumentarfilme liebt, sollte ihn gesehen haben.
Zu sehen bis 31. Dezember 2027 auf der Webseite der bpd.de .
(81 min, 2018, w-film)
Gefährlich nah -
Wenn Bären töten
(94 min, 2024, ARD)
“Grimme-Preisträger Andreas Pichler begleitet in dem Dokumentarfilm "Gefährlich nah – Wenn Bären töten" die Bären-Spezialeinheit der Forstwache im Trentino und zeigt den heftigen Konflikt zwischen Tierschützern und der Bevölkerung vor Ort.
Die Bärin, die den Jogger Andrea Papi getötet hat, ist die Problembärin Gaia (JJ4), die den heimischen Förstern bereits bekannt ist. Ein früherer Abschussbefehl wurde jedoch nach einer Klage von Tierschützern aufgehoben. Während fieberhaft nach JJ4 gesucht wird, eskaliert der Streit über den Umgang mit dem Tier: In der Bevölkerung wächst die Forderung nach einem Abschuss, während Tierschützer diesen mit allen Mitteln verhindern wollen.
Dank eines einzigartigen Zugangs zur 20-köpfigen Spezialeinheit der Forstwache im Trentino spürt der Dokumentarfilm den Bären in eindrucksvollen Naturaufnahmen nach und zeichnet ein differenziertes Bild des Zusammenlebens von Mensch und Tier.” (Text 3sat)
Bis zum 01. Juni 2032 in der ARD-Mediathek.
’Inside HogeSa’
Von der Straße ins Parlament
(92 min, 2018, interpool.tv)
Köln, am letzten Oktobersonntag 2014. Tausende von muskelbepackten Männern, die unter dem Motto 'Hooligans gegen Salafisten' (HogeSa) durch die Kölner Innenstadt ziehen. Hooligans, Türsteher, Rocker, Rechtsradikale. Die Demonstration endet in Ausschreitungen am Hauptbahnhof. Tagelang bestimmen die Ereignisse von Köln, bestimmt das Bild vom umgekippten Polizeibus, die Schlagzeilen. Die Öffentlichkeit fragt sich seither: wie konnte dies passieren? Warum haben die Sicherheitsbehörden geschlafen?
In der Folgezeit dominieren - in Ost wie West - 'Pegida'-Demonstrationen das Straßenbild. Im Herbst 2017 schließlich zieht die AfD erstmals in den Deutschen Bundestag ein. Politikwissenschaftler und LKA-Ermittler sind sich einig: 'HogeSa' hat für diese Entwicklung den direkten Anstoß gegeben.
In 'Inside HogeSa - Von der Straße ins Parlament' begleiten wir die Protagonisten der Szene vier Jahre lang. Zum ersten Mal reden rechte Hooligans,'Nationale Sozialisten' und 'Pegida'-Vertreter offen vor der Kamera. Ein 92-Minuten-langer Dokumentarfilm, der einen Einblick in eine Szene gibt, den es so vorher noch nicht gab. Der durchaus schockieren kann.
Aktuell bei Amazon Prime Video zum Leihen/Kaufen.
BLACK BLOCK
Wie linke Militanz wirkt
(89 min, 2023, interpool.tv)
Vermummt, verschwiegen, schwarz gekleidet: Wenn die Elbchaussee brennt, der 1. Mai in Berlin in Gewalt umschlägt, am Hambacher Forst Steine fliegen oder im Leipziger Umland Neonazis mit Hämmern angegriffen werden. Staatliche Behörden können die Militanten des 'Black Block' fast nie identifizieren. Ein Dokumentarfilm, der Einblicke gibt. In eine Szene, die eigentlich mit keinem redet.
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Hamburger Gitter
(78 min, 2018, leftvision)
41 Wasserwerfer, 3.000 Einsatzfahrzeuge, über 31.000 Polizisten. Der größte deutsche Polizeieinsatz ever. Die Dokumentation beschäftigt sich mit dem G-20-Gipfel Anfang Juli 2017 in Hamburg. Sie thematisiert die Polizeistrategie, stellt sie in einen größeren Zusammenhang. Den von einer generellen Verschärfung der Gesetze zur 'Inneren Sicherheit'.
Verdienstvoll, wenn der Film dabei aufzeigt, welche Grundrechte auf der Strecke bleiben. Wer die Auflösung der 'Welcome to Hell'-Demonstration am 6. Juli 2017 vor Ort selbst miterlebt hat, erinnert sich - mit Rechtsstaat hatte dies Nichts mehr zu tun.
Aktuell zu sehen auf YouTube.
Im inneren Kreis
Es gibt sie die Szenen, wo Du hellhörig wirst. Werden musst.
Wenn die Lady in Deinem Bett plötzlich nach Deinen Kumpels fragt.
Der Umweltschützer wieder und wieder anruft.
Der Hobbyfotograf zu häufig knipst. Spitzel des Staates - die im privaten Umfeld stöbern - sind kein Markenkern der Diktatur. Sie gibt es auch in anderen Systemen. Zwei Fällen aus der linken Szene geht diese Dokumentation nach. Hier sprechen vor allem die, deren Vertrauen mißraucht wurde. Dem Staat - und seinen Behörden - ist es egal. Zur Not geht er über seelische Leichen.
Zu sehen - u.a. bei Amazon Prime Video.
(82 min, 2017)
Julian Assange
Mundtot gemacht
(91 min, 2025, arte)
“Für die einen ist er ein Idol, für die anderen Staatsfeind Nr.1: Julian Assange stellte mit seinen Enthüllungen die Macht der USA infrage. Eine Dokumentation über den außergewöhnlichen Werdegang des WikiLeaks-Gründers.” (Text arte)
Bis zum 29. Oktober 2026 bei YouTube und arte.tv online.
walls -
a photographer between the lines
(88 min, OmU, 2013, interpool.tv)
Kai Wiedenhöfer
*3. März 1966 - † 9. Januar 2024
Israel und die besetzten Gebiete, Belfast, Baghdad, Ceuta, Zypern, die Grenze zwischen den USA und Mexico. Kai Wiedenhöfer hat eine Mission. Er will die Mauern der Welt fotografieren, zeigen was ein Betonwall aus Menschen macht. Mit seiner Panoramakamera geht er dorthin, wo Gummigeschosse, Tränengas und Strassenschlachten zum Alltag gehören. Er trifft auf Migranten, Drogendealer und engagierte Menschenrechtler. Immer wieder aber auch auf bewaffnete Soldaten und aggressive Grenzpolizei. Gegen viele Widerstände versucht er sich seinen Traum zu erfüllen. Kai Wiedenhöfer möchte seine Panoramafotos auf die weltbekannte 'East Side Gallery' in Berlin bringen. Jahrelang kämpft er dafür. Im Sommer 2013 kommt es in seiner Wahlheimat zum Showdown. Die Dokumentation „Walls – a Photographer between the Lines“ hat Kai Wiedenhöfer - der einst Zeuge des Berliner Mauerfalls wurde - über neun Jahre lang begleitet.
Heldenstadt Anders
(137 min, 2020, interpool.tv)
Drei Tage AUSVERKAUFT. Unzählige Biers, Umarmungen. Tränen der Freude, Pogo, gute Laune. Dazu Bands, die mehr als drei Jahrzehnte nicht mehr zusammen auf der Bühne gestanden haben. Punk, NDW, Noice, Heavy Metal .... Dass Leipziger 'Heldenstadt Anders Festival' im Leipziger UT Connewitz war ein voller Erfolg! Die - mehr als zweistündige - Doku zeigt Ausschnitte aller Auftritte. Sie blickt auch hinter die Kulissen dieses einmaligen Ereignisses aus dem September 2019.
Line Up (Tag 1):
HerT.Z., Kulturwille, Mad Affaire, Die Zucht
Line Up (Tag 2):
The Huck, 0815, Dilletannten feat. Karl Heinz, Gelee Royal, Der Schwarze Kanal, Pfft...Projekt KNPL
Line Up (Tag 3):
Schmerzgrenze, The Real Deal, Trübkraft Umsonst, Unklar, Zorn, Neu Rot, Confused Trail
Aktuell zu sehen auf VIMEO. Auch zum DOWNLOAD.