La Réunion:
Lavastrom erreicht den Indischen Ozean
Seit Mitte Februar ist er ausgebrochen. Der Piton de la Fournaise auf der französischen Insel La Réunion. Am Freitag überquerte seine Lava die Küstenstrasse, jetzt fließt er ins Meer. Das erste Mal seit 19 Jahren. Ein Spektakel sondersgleichen.
Cap Verde:
Fogo - 1138 Höhenmeter.
Aufstieg auf einen Vulkan
5:15 Uhr. Wie zu erwarten war, das Handy surrt pünktlich. Draußen ist es noch dunkel und bitterkalt. Eingemummelt gehe ich zum Frühstück in die nahe gelegene Pension. Am Tisch spricht keiner. Trotzdem: immer gut, wenn man vor einem Vulkanausflug etwas im Magen hat. 6 Uhr. Wie vereinbart wartet mein Guide schon an einer Wegegabelung. Klar, kann man diesen Aufstieg hier auch ohne machen. Nur, allein im Berg ist immer so eine Sache.
Am Anfang des Trips geht es erst einmal gut andertalb Kilometer eben und geradeaus. Faktisch quer zum Berg. Vor uns funkeln Taschenlampen. Ein paar Wanderer sind noch früher losgegangen. Nach gut 20 Minuten geht es rechts weg. Der eigentliche Aufstieg beginnt.
Langsam beginnt es zu dämmern. Der Weg ist gut erkennbar, der Anstieg zu Beginn auch noch nicht zu steil. Dies ändert sich allerdings, je höher wir kommen. Dann geht es nur noch im Zick-Zack-Kurs. Das Herz wummert, die Luft wird merklich dünner. Hin und wieder einmal durchschnaufen. Ein paar Leute überholen wir. Immer gut, wenn man zu Hause ein wenig Sport gemacht hat. Sich trainiert und fit fühlt. Langsam kommt die Sonne raus. Die Gesteinsbrocken am Rande werden größer. Unter uns die Wolken.
"Hallo Mutti, ich bin hier auf dem Vulkan!". Auch dass noch. Als mein Guide und ich nach gut zwei Stunden den Gipfel erklimmen, sitzt er schon da. Der Schwabe, der in sein Handy schreit. Sind die denn überall?
Nur weg hier. Ein kurzer Blick noch über den Kraterrand. Muss sein. Wenn man schon hier oben ist. Nur ein kleines bischen qualmt es. Der Fogo wirkt ruhig. Mein Guide fragt mich, ob ich noch zum Piqueno Fogo will. Ist faktisch der kleine Bruder vom großen Vulkan. 1995 ausgebrochen. Neben uns macht sich gerade eine kleine Gruppe dahin auf.
Ich entscheide, gleich abzusteigen. Zu sehr habe ich mich auf den kilometerlangen Run durch die lose Vulkanasche gefreut. Auf Fotos im Internet sah es wirklich Klasse aus. Und: es übertrifft meine Vorstellung.
Mit großen Schritten, als ob man Federn unter den Schuhsohlen hätte, geht es abwärts. Schritte, die ich in dieser Länge so noch nie gemacht habe. In Erinnerung kommen die Bilder der legendären Mondlandung der Amerikaner. Vor Jahrzehnten.
Praktisch sind hier auch die Turnschuhe, die ich anhabe. Obwohl sich immer mehr schwarzes Lavagestein in ihnen sammelt. Egal.
Ein wenig mehr Sorgen machen mir allerdings meine Kniegelenke. So ganz ohne ist der Run talwärts dann doch nicht. Und so ist die kleine Pause unterwegs schon ganz ok. Zumal ich noch ein paar Fotos machen will. Von oben startet gerade der nächste 'Verrückte'. Glaubt mir sonst keiner, was ich hier gerade erlebe.
Der Abstieg will und will nicht enden. Uff. Vor lauter Adrenalin im Körper merke ich die Anstrengung kaum. Mittlerweile brennt die Sonne ganz ordentlich. Was solls, denke ich mir. Für diese Sichtweise werde ich am nächsten Tag bezahlen.
Unten angekommen schütten wir erst mal den Lavasand aus unseren Schuhen aus. Ein kleiner Rast, ein paar Schlückchen Wasser. Dann geht es weiter abwärts. Den kargen Steinhütten, der 'Zivilisation' entgegen. Selten habe ich so etwas Aufregendes erlebt!
Im Dorf Bangaeira angekommen, hole ich erst einmal den Rucksack aus meiner Unterkunft. Danach bestelle ich Mittagessen in der Pension gegenüber. Nach dieser Tour ist mein Hunger riesengroß. Und es schmeckt phantastisch!
Einen schwarzen Kaffee noch, dann halte ich Ausschau nach einem 'Lift' zurück. Zurück nach Sao Filipe. Auch wenn da an die 40 Grad sind. Hier oben möchte ich nicht bleiben. Zumal die Herberge 'zwischen den Jahren' auch ausgebucht ist.
Nach einiger Zeit finde ich ein deutsches Pärchen, dass mich mit seinem gecharterten Touristenbus mit ins Tal nimmt. Dort übernachte ich. Wobei ich am nächsten Tag die Strapazen des Aufstieges deutlich spüre. Der Kreislauf spielt verrückt. War doch ein bischen zu viel Äktschn für einen 45jährigen.
Am Tag darauf besteige ich den Flieger - via Santiago - zurück nach Sal. Dort hänge ich bis Silvester noch ein paar Tage ab. Bin unterwegs mit Leuten, die ich auf der Reise kennengelernt hab. Ein Reise, die ich so schnell nicht vergessen werde.
p.s.: Vier Jahre später gibt es am Fogo einen ziemlich erheblichen Vulkanausbruch. Der 'kleine' Fogo (dort wo wir nicht waren) speit Asche, Lava und Feuer. Tagelang. Zerstört die Ortschaften, wo ich war. Das Haus, indem ich übernachtet habe. Das Dorf Bangaeira gibt es nicht mehr. Mittlerweile sind Aufstiege auf den Vulkan allerdings wieder möglich.
Albanien-Roadtrip:
Bunker, Alpen und Taki aus Plastikflaschen
Eines der letzten Länder in Europa, wo sich gut, preiswert und entspannt reisen lässt. Wo es noch etwas zu entdecken gibt, nicht alles fertig ist. Schnell hin, bevor der Massentourismus zuschlägt.
Von Deutschland aus gibt es Direktflieger. Wohl dem, wer in den drei Stunden Flug kein grölendes Kleinkind hinter sich sitzen hat. Am Flughafen der albanischen Hauptstadt Tirana warten (Schwarz)taxis. Die bringen einen (je nach Verhandlungsgeschick) für 40 bis 50 Euro direkt ans Meer nach Dures. Dort kann man erst mal ein paar Tage abhängen. Biers sind kalt, das Essen schmeckt. Zwischen Sonnenschirmen künden Betonbunker von einer vergangenen Zeit. Etwas erholt kann man dann in den Norden fahren. Auch dies geht über Land gut mit dem Taxi. 150 Kilometer für 100 Euro - ein Traum.
Von Skodra aus bietet sich ein Trip im Kleinbus in die albanischen Alpen an. Der - vier Stunden lange - Weg ins malerisch gelegene Bergdorf Theth ist mittlerweile asphaltiert. Von dort aus kann man wandern, wandern, wandern. Tagestouren zum Wasserfall oder gleich über die Alpen in etwa acht Fussstunden entfernte Valbona. Dies sei aber nur geübten und fitten Menschen empfohlen. Man kann aber auch in Theth bleiben und das Leben geniessen. Die kleinen Hotels bieten meist ein hervorragendes Essen an. Reichhaltiges Gemüse - unterschiedliche Fleischsorten. Den 'feinen' Raki - das Nationalgetränk - holt man sich im einzigen Supermarkt des Ortes. Dort steht er, abgefüllt in Plastikflaschen unter dem Regal ;) Wers einfach liebt, in Europa noch was entdecken will, ist in Albanien richtig! (Sommer 2022)
p.s.:
Mittlerweile haben die Preise erheblich angezogen. Also, schnell hin. Am Besten in der Nebensaison. Da ist es dann auch nicht so heiss ....
London-Travel: Samstag ever - Zu Besuch bei den Millwall-Hooligans
Gut gestärkt - wie immer in London gibt es Morgens schlabbrige weiße Bohnen und gepapptes Rührei - laufe ich in Richtung U-Bahn Stradford. Kurz vorher ziehen einige Hammers-Fans an mir vorbei. Gut zu erkennen an ihren weinroten Trikots. Sie haben es nicht weit, denn das Londoner Olympiastadion - wo sie seit kurzer Zeit spielen - ist ja nur ein paar Hundert Meter von unserem Hotel entfernt. Eine bizarre Gegend. Ein seltsamer Misch zwischen 'Old England' und Moderne. Abgeranzte Mietskasernen, selten mehr zwei bis drei Stockwerke flach, liegen zwischen Wolkenkratzern der Moderne. Hier wird auch am Samstag gehämmert, gesägt, gebaut. Ein 'Glück', dass ich ein Zimmer zum Innenhof habe. Direkt über der Küche duftet es auch in der Nacht noch süßlich. Wahrscheinlich nach weißen Bohnen ....
Im Prinzip ist es nicht weit, bis zum Stadion nach Millwall. Drei verschiedene U-Bahnen, zweimal umsteigen. Dann zu Fuß an den Schienen entlang. Einfache Mietskasernen, links ein unendlich wirkender grauer Metallgitterzaun. Irgendwann kommt neben dem schmalen Asphaltweg mal ein Spielplatz. Auf ihm rennen zwei Kinder im Kreis. Unter ihnen knischen kleine Kieselsteine. Am Rande sitzt an Mädchen. Kippe im Mund, Hund an der Leine. Sie blickt teilnahmslos in Richtung Süden. Dort, wo ein Müllwerk dampft. Irgendwo rattert ein Zug.
Nach der dritten Eisenbahnbrücke, unter der es besonders stark nach Urin stinkt, steht es da: das Stadion des legendären Millwall FC. Ein blau-weißer Betonbau, das Ziel meiner Träume. Deshalb habe ich eine Einladung zur 'Premiere League' ins Londoner Olympiastadion ausgeschlagen. Dort wo heute zeitgleich West Ham gegen Swansea spielt, die 'Kollegen' Tickets haben. Dem Anpfiff entgegen sehnen.
Noch bleibt 90 Minuten Zeit. Trotzdem warten hier, vor 'The Den', schon paar Rentner vor den Stadiontoren. An den Kassenhäuschen hingegen steht kein Mensch. "I wanna have a seat around the old hooligans ....". Die Verkäuferin lacht. Und irgendwann halte ich dann auch meine Eintrittskarte in der Hand. 23 Pfund. Das geht doch. Endlich bin ich dort, wo meine Lieblingsfilme spielen.
Gegenüber dem Fan-Shop gibt es Fish and Chips. Sieben Pfund, sehr lecker. Dann noch ein kleiner Verdauungsspaziergang zu den Pinständen in der Nähe. Ein 'Kollege' hat einen Wunsch. Es entwickelt sich ein munterer SMS-Verkehr:
Millwall:
Endlich Fish&ships
Super hier!
Welchen Pin?
West Ham:
Nur Millwall!
Millwall:
Is klar
Bin ja nich blöde
Millwall:
Aber welche?
Mit britischer Flagge?
Oder ohne?
Mit dem Löwen?
Mit Schriftzeichen?
West Ham:
Mit Loewe!
Millwall:
Mach ich!
Wird Teuer ;)
Vor dem Stadion dann noch ein Bier. Obwohl es ein durchaus brisantes Spiel ist, die Hools von Millwall diesen Ruf haben, wird unbeirrt Alkohol ausgeschenkt. Dann heisst es einen Platz suchen, bei dem man nicht nass wird. Denn überdacht ist hier längst nicht alles. Nummerierte Sitze gibt es nicht. Ich suche mir ein Plätzen mit Nachbarn, die gar finster blicken. Da könnte noch was gehen .... Zehn Minuten nach dem Anstoß werde ich auch schon gestört.
West Ham:
Wir sterben hier vor Langeweile!
Millwall:
Was ist denn los?
Stadionverbot?
West Ham:
Ein Match, bei dem die ersten schon gehen ….
Millwall:
Hier nicht!
Millwall:
0:1
Millwall:
Elfmeter
Hier ist was los
West Ham:
Neid! Ich gaehne ….
Millwall:
Wieso?
1:1
Jaaaaaaaaa
Millwall:
Sitze goldrichtig
West Ham:
Fahren nach dem Spiel zur Liverpool Street
Schicke Info mit dem Pub
++++++++++++++++++++
Millwall:
1:2
Das geht hier ab
Schon eingeschlafen?
West Ham:
Tttttzzz. Und gaehn
Millwall:
Chance auf Chance vor unserem Block
Millwall:
Mein Herz ;)
West Ham:
Hier agiert das Nichts
Millwall:
‚Premiere‘ League
Millwall:
Noch ein Elfer
Das alles für 23 Steine
Millwall:
1:3
Shit
Nach dem Spiel ist es still. Fast wie auf einer Beerdigung. Lautlos und eilig verlassen Hunderte Millwallfans das Stadion. Hier hat kaum noch einer Lust auf ein Bier. Nur ein paar Barnley-Fans stehen am Stadion. Und warten. Auf ihre Spieler, die frisch geduscht - und mit einem Lächeln im Gesicht - gerne Autogramme schreiben. Daneben stehen zwei Journalisten mit ihren Diktiergeräten. Vertraulich wirkt ihr unmerklicher Plausch mit zwei Barnley-Spielern. Die sich an ihren Rollkoffern festhalten.
Als ich eine Anhöhe erklimme, um noch ein letztes Stadionfoto zu machen, hallen Schreie aus dem Rund. Was ist das jetzt?! Auf dem Rasen - wo vor einer Stunde noch ein Zweitligamatch stattfand - hetzen Spieler in blauen Trainingsanzügen Bällen hinterher. Immer und immer wieder. Minutenlang. Irgendwann habe ich genug und gehe auf dem schmalen Asphaltweg am Metallgitterzaun in Richtung U-Bahn zurück. Millwall, es war es wert.
Roadtrip: Sri Lanka
Aufnahmen aus Sri Lanka von vor über zehn Jahren.
Wunderbar zu traveln dort. So wie in Südostasien einst.
Einsame Gegenden. Ein paar Einheimische. Mehr nicht. Gerade den früher vom Bürgerkrieg überzogenen Norden sollte man entdecken.
Und klar, sicher ist der Nilaveli-Beach bald kein Geheimtipp mehr.
Die Safaris - wo es mit Sicherheit einige Elefanten zu sehen gibt -
sind es jetzt schon nicht.
Gute Küche gibt es auch. Und dass Bier (in 0,65-Liter-Flaschen) schmeckt.
Wer es einrichten kann sollte sich in Kandy unbedingt den Botanischen Garten ansehen. Und von dort mit den blauen Waggons nach Columbo reisen.
Einer meiner schönsten Zugfahrten überhaupt ….
Rio: Silvester an der Copacabana
Es ist die größte Silvesterparty der Welt. Mehr als zwei Millionen Menschen am Strand der Copacabana schauen zu, wenn um Mitternacht ein mehr als 20minütiges Feuerwerk beginnt. Ein Spektakel ohnesgleichen. Wohl dem, der einen schönen Balkon erwischt hat und das Ganze in Ruhe genießen kann. Eine Reportage in schönen Bildern.
Die Vorbereitungen auf diese Party beginnen schon ein paar Tage eher. Es ist nämlich gar nicht so einfach, an Silvester an die Copacabana zu kommen. Busse und Taxies fahren zwar, stecken in der Regel aber stundenlang im Stau fest. Bleibt die U-Bahn. Theoretisch. Denn nur wer ein spezielles Ticket hat, kommt überhaupt mit. Die Fahrkarten gelten am Silvesterabend jeweils nur für eine Stunde. Von 19 bis 20 Uhr, von 20 bis 21 Uhr, von 21 bis 22 Uhr usw.
Deshalb stellt man sich ein paar Tage vorher an einem speziellen Ticketschalter in der U-Bahn an. Und wartet. Das kann schon mal ein bis zwei Stunden dauern. Wenn man Glück hat, steht vor einem ein Tourist, mit dem man ein wenig Englisch sprechen und sich die Zeit verkürzen kann. Von den Einheimischen - in Rio auch 'Cariorcas' genannt - beherrscht in der Regel kaum einer diese Fremdsprache.
Am Silvesterabend dann funktioniert alles problemlos. Kein Stau am Eingang, entspannte Fahrt in der U-Bahn. Die meisten Leute haben weiße Sachen an. Ist ein lokaler Brauch, dem man aber nicht unbedingt mitmachen muß. Manche halten sich an einer Dose Bier fest. Das Getränk ist in Rio (und Brasilien) allenfalls eiskalt genießbar.
Aus der U-bahn 'geworfen', gehts in Richtung Copacabana. Kann man nicht verfehlen, weil Tausende den gleichen Weg haben. Am Rande der Straße stehen Blumenverkäufer, die ihr Geschäft machen wollen. Ein weiterer Brauch hier ist es, frische Blumen nach Mitternacht ins Meer zu werfen. Dazu 'muß' man siebenmal über eine Welle zu springen. Am Besten mit dem rechten Bein. Keine Ahnung, wer sich diesen Unsinn ausgedacht hat. Soll jedenfalls Glück bringen.
An der Copacabana - ein Gewusel sondersgleichen. Jetzt heißt es Geld in den Innentaschen festhalten, den Fotoapperat fixieren. Nur besonders Naive nehmen zu dieser Veranstaltung ein Handy oder ihre Kreditkarten mit.
Vor dem 'Copacabana Palace' Hotel geht dann gar nicht mehr. In der Nähe ist die Bühne aufgebaut. Dort wollen alle hin. So langsam frage ich mich, welcher Knallkopp diesen Weg hier unbedingt nehmen musste ....
Irgendwann ist dann Lemé erreicht - die linke Seite der Copacabana. Hier ist es etwas ruhiger. Am Strand Grüppchen von Brasilianern, die es sich gemütlich gemacht haben. Mit Stühlen, Bänken, Tischen und Zelten. Silvester wird hier als Familienfest begangen - eine große Feier mit einem opulenten Abendessen dazu. Einige verbringen die Nacht auch hier. 'Gepullert' wird wie selbstverständlich ins Meer. Dazu ist es schließlich da. Dem Silvestertouristen sei eindringlich vor einem Bad am nächsten Tag hier gewarnt.
Was auffällt: fast nirgends explodiert ein Böller, steigt eine Rakete. Das versteht man spätestens dann, wenn man - nach Mitternacht - das mehr als 20 Minütige Feuerwerk erlebt hat. Da wird aus allen Rohren geschossen - eine einzigartige Choreografie, die staunen lässt ....
Deshalb stellt man sich ein paar Tage vorher an einem speziellen Ticketschalter in der U-Bahn an. Und wartet. Das kann schon mal ein bis zwei Stunden dauern. Wenn man Glück hat, steht vor einem ein Tourist, mit dem man ein wenig Englisch sprechen und sich die Zeit verkürzen kann. Von den Einheimischen - in Rio auch 'Cariorcas' genannt - beherrscht in der Regel kaum einer diese Fremdsprache.
Am Silvesterabend dann funktioniert alles problemlos. Kein Stau am Eingang, entspannte Fahrt in der U-Bahn. Die meisten Leute haben weiße Sachen an. Ist ein lokaler Brauch, dem man aber nicht unbedingt mitmachen muß. Manche halten sich an einer Dose Bier fest. Das Getränk ist in Rio (und Brasilien) allenfalls eiskalt genießbar.
Irgendwann gehts zum Blumenweitwerfen ans Meer ....
Dann Richtung U-Bahn ....
Wofür es jetzt keine speziellen Tickets mehr gibt ....
Den Weg säumen Feier'leichen' ....